3. Das „Sein“ der Goths:

ist mehr als eine Art der Musik, es ist ein Lebensstiel, es ist eine Einstellung.
Die meisten Leute in der Gothic Szene wollen sich von der durchschnittlichen, täglichen Welt unterscheiden,
wo es nicht viel Platz für Phantasie und Abweichung von der Norm gibt. Gothic ist eine Phantasiewelt,
eine dunkle romantische Welt, in die sie versuchen zu entfliehen. Man kann das Gothic Gefühl in Musik ausdrücken,
aber auch in Kleidung, Kunst, Literatur und Film. Manche haben eine Nostalgie nach der Vergangenheit,
andere umarmen die moderne Technologie. Für einige Leute ist Musik das wichtigste, für andere sind es mehr die Ansichten.
Und es gibt eine Vielfalt von Stilen nicht nur in der Musik. Zu Beispiel die Mode. Einige Goths tragen romantische Kleidung,
wie Kleider zum schnüren und aus Samt. Andere bevorzugen einen Fetisch Look mit Leder und Latex.
Und wieder andere interessiert es gar nicht, ob ihre Kleidung genug Gothic ist.
Die Anhänger der Gothic Bewegung werden oft belächelt, denunziert, missverstanden oder verspottet.
Zum Selbstschutz ziehen sie sich vor Außenstehenden zurück und begegnen ihnen mit Skepsis, Misstrauen und Argwohn.
Ihre weltabgewandte Wesensart lässt deshalb den Eindruck entstehen, Goths seien arrogant und abweisend.
Da sie alle Menschen sind, gibt es bei ihnen sicherlich auch den ein oder anderen arroganten Charakter,
aber im großen und ganzen sind sie tolerant, gegenüber jedem, der sie mit dem gleichen Respekt behandelt, den er auch von ihnen erwartet.
Goths sind genauso wenig Satanisten wie der Rest der Bevölkerung. Das Schmücken mit Symbolen ( Amulette.... ),
die in der Bevölkerung oft als satanistische Zeichen missdeutet werden, sind z.B. Zeichen von heidnischen Religionen
oder sollen schlichtweg provozieren und die Gesellschaft anregen, sich mit ihrem Glauben kritisch auseinander zu setzen.
Die Gothic Bewegung ist wie der Rest der Bevölkerung aber auch nicht frei von Satanisten.
Objektiv betrachtet, gibt die Gothic-Szene einen klaren Querschnitt durch die Bevölkerung, und zwar in jeder Hinsicht,
egal ob religiöse Weltanschauung oder gesellschaftlicher Status.

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